Plissees fürs Requisitenzimmer

Was braucht man alles zum Theaterspielen? Natürlich, eine Bühne, talentierte Menschen, ein Theaterstück, schöne Kostüme und Requisiten. Und damit nicht alles drunter und drüber geht, sondern jeder weiß, welche Rolle er zu spielen hat, braucht man auch eine Art Theaterleitung und einen Regisseur. Und natürlich auch einen Raum, wo man das alles unterbringen kann, wo man sich zu Besprechungen und Proben trifft, wo Kostüme und Requisiten hergestellt, ausprobiert und aufbewahrt werden, wo wir Plakate und Einladungen gestalten können – eben die künstlerische und organisatorische Zentrale unseres Theaterhauses. Dazu dient uns eine ehemalige Hausmeisterwohnung im Erdgeschoss, die zwischenzeitlich schon als Trockenraum, Lager, Partyraum und Fahrradkeller diente. Nach demokratischer Abstimmung der Hausgemeinschaft ist sie nun das Requisitenzimmer des Theaterhauses.
Es besteht aus einem großen Zimmer, das früher den Bewohnern gleichzeitig als Küche, Wohn- und Schlafzimmer gedient haben muss. Die Toilette befand sich damals im Hof. Außerdem gehört noch ein kleiner Lagerraum dazu, den man vom Requisitenzimmer betreten und von dort direkt hinter die Bühne auf dem Hinterhof gelangen kann. Das ist sehr praktisch, denn so können die Schauspieler gleich von hier aus auf die Bühne. Das Requisitenzimmer selbst ist sehr schön hell und großzügig, sodass wir uns hier frei entfalten können. Einziges Manko war lange Zeit, dass jeder Vorübergehende hereinschauen konnte, wenn wir am Abend Kostüme anprobierten. Deshalb haben wir alle zusammengelegt und die 3 Fenster mit Plissee ausgestattet. Die ziehen wir am Abend einfach zu und sind dann unter uns. Auch im Sommer haben uns die Plissees vor großer Hitze bewahrt, weil sie die Sonnenstrahlen reflektieren. Viele von uns haben sich deshalb so ein praktisches Faltrollo auch für ihre privaten Wohnungen im Onlineshop bestellt, sodass inzwischen fast an jedem Fenster ein Plissee hängt. Vielleicht werden wir uns bald „Theaterhaus Plissee“ in Rüsselsheim nennen! Klingt doch gut, oder?